Datenrettung bei NAS Server

Datenverlust bei den zunehmend weiter verbreiteten NAS Servern (Network Attached Storage) ist stark im steigen. Attingo Datenrettung hat alleine heute vier unabängige Anfragen zu Datenverlust bei der INTEL NAS Box S4000e erhalten. Die dabei beschriebenen Fehlerbilder sind jedoch sehr unterschiedlich:

– Hardwarefehler bei den Festplatten (z.B. Crash, Seagate Firmware Bug, Überhitzung)
– Firmwarefehler (z.B. durch Firmwareupdate, Programmierfehler)
– Verzeichnisse oder Dateien waren verschwunden, das NAS war scheinbar leer
– Versehentlich wurde die Freigabe gelöscht oder Daten teilweise überschrieben

Die meisten NAS Systeme arbeiten mit einer Prozessorarchitektur, die nicht PC-kompatibel ist. Somit ist ein Auslesen der Datenträger über einen normalen PC unter Linux oder BSD nicht möglich. Attingo Datenrettung hat für diesen Fall eine spezielle Konvertierung entwickelt. Manche NAS Hersteller setzen auf zumindest teilweise proprietäre Software (nicht quelloffen oder dokumentiert), zum Beispiel beim Dateisystem oder Logical Volume Manager. Diese muss mit Reverse Engineering analysiert werden, um die Daten später extrahieren zu können.
Das RAID selbst ist oft ein Software-Raid: RAID0 für Stripe (ohne Redundanz), RAID1 für Spiegelung, RAID01 oder RAID5, manchmal auch bereits RAID6, also ohne Verwendung eines eigenen Hardwarecontrollers.
In der nächsten Ebenen wird meistens ein sogenannter LVM (Logical Volume Manager) eingesetzt, um die Freigaben sowie das interne Betriebssystem zu verwalten.
Die verwendeten Dateisysteme sind meistens Linux oder BSD, z.B. EXT2, EXT3, EXT4, ReiserFS oder XFS, jedoch oft nicht kompatibel mit den PC Varianten.

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