Happy Halloween oder Der ganz normale Horror

Halloween Datenrettung

„Trick or treat“ hört man am 31. Oktober längst nicht mehr nur in den USA, sondern auch bei uns. Für die meisten Menschen ist Halloween der einzige gruselige Tag im Jahr – das kann man verschmerzen. Als Datenretter sind wir leider weitaus häufiger mit allerlei Horror konfrontiert. Wenn die Kunden sich als Frankenstein versuchen und an ihrer kaputten Festplatte herumschrauben, bekommen wir nur mehr ein entstelltes Monster ins Labor geliefert. Auch die Geräusche, die kaputte Festplatten manchmal so von sich geben, könnten eins zu eins aus einem Horrorfilm übernommen sein.

Aber nicht umsonst gibt es die Bezeichnung „schaurig-schön“ und so sehen wir uns als die Ghostbusters und Exorzisten, die den Festplatten das ganze Jahr über die bösen Dämonen austreiben und die guten Daten retten. In diesem Sinne wünschen wir euch: Happy Halloween!

Drei einfache Tipps zum Zerstören eines RAIDs

Diesmal möchte ich euch zeigen, dass es gar nicht schwer ist einen RAID-Verbund zu zerstören und dessen Daten zu vernichten. Es ist hierfür nur wenig technisches Verständnis nötig, also eine Anleitung für den Laien als auch den Power-User.

Trotzdem muss ich euch zuerst eine kurze Einführung in RAIDs geben. Falls Ihr abkürzen wollt, überspringt den Teil einfach.

1) Was ist ein RAID?
Ein RAID ist ein Verbund von Datenspeichern, in der Regel sind dies unabhängige Festplatten oder SSDs. Unter Linux sind es oft auch Partitionen von Festplatten, die zu einem RAID verbunden werden.

2) Welche RAID-Level gibt es?
Viele.

3) Ja, aber welche?
Nun ja, sehr häufig ist der RAID-Level 1, auch Mirror oder Spiegelung genannt. Bei diesem werden auf alle Festplatten im Verbund die gleichen Daten geschrieben, also in etwa mit einer „Echtzeitkopie“ zu vergleichen. Meistens sind zwei Festplatten in einem RAID1, aber es sind auch mehr möglich. Also wenn man z.B. drei Festplatten á 1 TB in einem RAID1 zusammenfasst, hat man am Schluss 1 TB verfügbar.

Drei einfache Tipps zum Zerstören eines RAIDs weiterlesen

Microsoft Windows 10 – oder Windows X ? :-)

Guten Morgen!

Soeben ISO von Windows 10 Evaluation runtergeladen (etwa 4 GB) und gebrannt. Als Hardware kommt ein älteres Asus Mainboard mit AMD CPU und 2 GB RAM sowie eine 250 GB Seagate SATA zum Einsatz.

Die Installation verläuft überraschend schnell, nach zwei Reboots und etwa 20 Minuten Zeit läuft Windows 10. Schön schnell!

Während des Setups (wenn man „erweiterte Einstellungen“ wählt) muss man etwa 10 bis 15 Regler auf ‚on‘ oder ‚off‘ stellen, meistens handelt es sich dabei um Datenschutzeinstellungen.

Und da ist er. Der Desktop. Und das Startmenü 🙂

Ich persönluch habe das Startmenü nie gebraucht, nur die „Schnellsuche“ 🙂 CMD habe ich auf ALT+D, mehr braucht man ja nicht. Aber die Kacheln von Windows 8 haben mich in den Wahnsinn getrieben 🙂

Die Installation belegt etwa 10,5 GB. Aaah, das Task-Umschalten ist ganz hübsch (Alt+Tab), man sieht die Vorschaubilder in mittelgroß in Echtzeit.

Das Look&Feel hat sich deutlich verändert (gegenüber Windows 7). Es wirkt alles etwas kindlicher, reduzierter. Nicht unbedingt ein Nachteil.

Gerätemanager über ‚devmgmt.msc‘ ist auch noch da, runterfahren via ’shutdown‘ oder Icon im Startmenü. Mal schauen ob man das Startmenü auf nur „Ausführen“ reduzieren kann 🙂 Die Farben des Startmenüs verursachen Augenschmerzen.

Was ist für uns Datenretter interessant?

Ist NTFS noch NTFS? Oder: Kamen Ertweiterungen hinzu -und- wie ist die Performance beim HDD-Zugriff.

NTFS

Am ersten Blick konnte ich keine Unterschiede zu NTFS von Windows 7.0 feststellen. Alle Metadateien sehen ähnlich aus, das Dateisystem wird ident initialisiert.

Zur HDD-Performance

Nicht schneller, nicht langsamer. Tests mitverschiedenen Blockgrößen ergaben keinen signifikanten Performanceunterschied zwischen Windows 7 und Windows 10.

Zusammenfassung

Nun, eventuell ist Windows 10 auch im betrieblichen Bereich wieder einsetzbar. Ich halte euch am laufenden, sollte es noch spannende Entdeckungen geben. Bis dato halt ein Windows 7 in etwas bunter 🙂 Und komischen Apps.